Archäologische Zone/Jüdisches Museum: Kölner Bürgerinitiative fordert Planungsstopp

Nun regt sich auch in der Kölner Bürgerschaft Widerstand gegen das Projekt Archäologische Zone/Jüdisches Museum. Nachdem sich schon 2008 bei einer TED-Umfrage der "Lokalzeit Köln" des WDR Fernsehens 89 Prozent der Zuschauer (3000 hatten sich beteiligt) gegen den Standort Rathausplatz für ein jüdisches Museum ausgesprochen hatten, fordert nun eine Kölner Bürgerinitiative einen Planungsstopp. Köln befinde sich in einer schweren Finanzkrise, so die Gründer der Bürgerinitiative. Die Domstadt könne sich teure Prestigevorhaben nicht länger leisten.

 

Die Umsetzung des Projektes Archäologische Zone/Jüdisches Museum kostet nach Schätzungen der Stadt Köln über 50 Millionen Euro. In der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses der Domstadt Anfang Februar (4.2.) äußerte die CDU Zweifel daran. Es gebe mittlerweile Schätzungen, die von 60 Millionen Euro ausgingen, sagte CDU-Fraktionsvize Karl-Jürgen Klipper in der Sitzung.

 

Ins Leben gerufen haben die Bürgerinitiative Werner Peters, Gründer und Vorsitzender der Partei der Nichtwähler, Karl-Heinz Pütz, Verleger und Sprecher der legendären AG "Arsch Huh" sowie Frank Deja von der Bürgerplattform "Köln kann auch anders". Unter dem Appell "Mut zum Verzicht" fordern sie auf ihrer Internetseite (https://www.openpetition.de/petition/online/mut-zu-verzicht-fuer-ein-moratorium-aller-koelner-grossprojekte) "den Rat der Stadt Köln auf, alle Großprojekte ruhen zu lassen und einer ernsthaften Prüfung zu unterwerfen, wie dringend wir sie brauchen sowie ob und wann wir sie seriös finanzieren können". Den Appell kann jeder bis zum 9. April dieses Jahres im Internet unterstützen. Dann sollen die Unterschriften dem Rat der Stadt Köln übergeben werden.